Inhalt

Konzeption Teil A

Ausgangssituation

Die Parkschule Auerbach ist ein Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt Lernen. Unsere Schule ist in Trägerschaft des Vogtlandkreises und im Zuständigkeitsbereich des Landesamtes für Bildung und Schule, Standort Zwickau. Das Einzugsgebiet für Schüler umfasst große Teile des Vogtlandkreises. Wir sind ein behindertengerecht ausgestattetes Förderzentrum, sodass auch Schüler mit körperlichen Einschränkungen unsere Schule besuchen können. Weiterhin besteht die Möglichkeit, dass Schüler ab Klasse 8 den Hauptschulgang besuchen. An der Parkschule werden ca. 170 Schüler (davon lernen 15 Oberschüler [Klassenstufen 7 und 8] gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern des Hauptschulbildungsganges in Kooperationsklassen) von 21 Lehrern und zwei Referendaren unterrichtet. Eine Sozialpädagogin und eine Schulassistentin wirken unterstützend im täglichen Schulalltag. Für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf sind hier, auf Antrag der Eltern, zurzeit 8 Schulassistenzen an unserer Schule beschäftigt.
Unsere Schule befindet sich in Zentrumsnähe (Fußweg ca. 10min) von Auerbach.
Für die Parkschule wurde ein neues Schulgebäude  errichtet, welches die Schüler im Frühjahr 2021 in Besitz nehmen durften. Das provisorische Schulhaus, vor ca. 25 Jahren in Containerbauweise errichtet, wurde im März 2019 abgerissen. An gleicher Stelle entstand ein moderner Neubau mit 11 Klassenzimmern, Fachräumen für Hauswirtschaft, Werken und den naturwissenschaftlichen Unterricht. 
Im „Altbau“ der Parkschule lernen die Schüler der 1. bis 4. Klasse. Dieses Gebäude wurde mit Mitteln aus dem Konjunktur Paket II 2009/2010 umfassend saniert, hier befinden sich der Speiseraum, ein Musikraum und eine Lese- und Medienecke. Im Obergeschoss befindet sich die Ganztagsbetreuung für Schüler der Klassen 1 bis 4, in Ausnahmefällen bis Klassenstufe 6.
Im Schulgelände in Auerbach befindet sich weiterhin eine modernisierte Turnhalle, mit einem angrenzenden Raum, der als Computerraum mit 11 Plätzen genutzt wird.

Treffend werden die Voraussetzungen unserer Schüler in der Leistungsbeschreibung der Schule beschrieben: „An der Schule zur Lernförderung werden Schüler mit Förderbedarf im Förderschwerpunkt Lernen unterrichtet und betreut, die im schulischen Lernen so umfänglich und schwerwiegend beeinträchtigt sind, dass sie besondere Förderung und weitgehende Unterstützung bei der Bewältigung von Lernprozessen benötigen.“
Sonderpädagogische Förderung verfolgt das Ziel, Auswirkungen von Beeinträchtigungen vor allem in den grundlegenden Bereichen der Lernentwicklung zu mindern und durch Förderung individueller Stärken zu kompensieren. Dabei müssen soziokulturell und sozioökonomisch bedingte Benachteiligungen sowie psychosoziale Verletzungen berücksichtigt werden.
Besondere Relevanz erlangt bei Schülern mit dem Förderschwerpunkt Lernen die Förderung von Lern- und Leistungsvoraussetzungen sowie von Wahrnehmung und kognitiven Fähigkeiten. Diese Förderung zielt auf die Entwicklung von Voraussetzungen zum Erschließen der Lebenswelt der Schüler und zum Bewältigen schulischer Anforderungen und schafft im engen Zusammenhang mit der Entwicklung von Lernkompetenz die Basis für lebenslanges Lernen.
Bei der Entwicklung von Lern- und Leistungsvoraussetzungen erlangt die Förderung von Motivation, Anstrengungsbereitschaft, Erfolgszuversicht, Aufmerksamkeit, Konzentration und Durchhaltevermögen eine besondere Bedeutung.“ (Quelle „Leistungsbeschreibung der Schule zur Lernförderung“ Comenius-Institut Juni 2005)
Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, wird für jeden Schüler unserer Schule ein individueller Förderplan erstellt. Dieser ist durch sechs Förderbereiche (Leistungs- und Lernvoraussetzungen, Wahrnehmung/Sensorik, Kognition/Denken, Kommunikation/ Sprache, Emotionalität/Sozialverhalten, Motorik) gekennzeichnet. Er beinhaltet konkrete Ziele der Förderung für dieses Kind in einem überschaubaren Zeitraum ausgehend von seinem Entwicklungsstand. Aufgeführt werden die Maßnahmen für die Förderung, die beteiligten Personen und Zeitpunkte für die Zwischenbilanzen. Diese werden in Gesprächen den Eltern und Schülern erläutert. Am Schuljahresende werden die Maßnahmen ausgewertet und im Entwicklungsbericht niedergeschrieben.

Die ersten Schüler halten sich in Auerbach schon ab 7:00 Uhr vor und im Schulgelände auf. Deshalb bieten wir einen GTA-Kurs „Offener Unterrichtsbeginn mit Angeboten“ in beiden Gebäuden an, um diesen Schülern einen ruhigen und entspannten Unterrichtsbeginn zu ermöglichen.
Der Unterricht beginnt 7:40 Uhr mit einem Block von 95 Minuten.

Da das Außengelände noch nicht vollständig genutzt werden kann, wird die  Hofpause gestaffelt durchgeführt:

Hofpause für die Schüler im Erdgeschoss: 9:15 Uhr bis 9:30 Uhr, die Schüler vom Obergeschoss können das Schülercafe nutzen

Hofpause für die Schüler im Obergeschoss: 10:15 bis 10:30 Uhr, die Schüler vom Erdgeschoss können das Schülerafe nutzen

Mittagspause: 12:05 bis 12:25 Uhr (wird auch als Hofpause genutzt)

Zur Verbesserung der Chancengleichheit erhalten einige Schüler unserer Schule auf Grund sozial schwacher Verhältnisse einen Zuschuss zum Mittagessen, finanziert aus dem Bildungspaket.

Bezug zum Schulprogramm

II. Bezug zum Schulprogramm

Auf Grundlage des Schulgesetzes für den Freistaat Sachsen und der Schulordnung Förderschulen (SOFS) ist das Leitziel unserer Schule, eine den Bedürfnissen unserer Schüler angemessene Bildung und Erziehung zu vermitteln, sie auf ein selbstständiges Leben in der Gemeinschaft und auf eine berufliche Tätigkeit vorzubereiten. Bei der Realisierung lassen wir uns u.a. von folgender Idee leiten:

„Wir nehmen das einzelne Kind in seiner Ganzheit wahr und fördern entsprechend seiner individuellen Lernvoraussetzung.“

Wir bieten jedem Kind Raum und Möglichkeit, sich in allen Bereichen seiner Persönlichkeit und nach seinen Fähigkeiten bestmöglich entfalten zu können. Die natürliche Lernfreude und Neugier der Schüler sollen durch didaktische und methodische Vielfalt, Bewegungsangebote, Gesundheitserziehung sowie Entspannungsphasen unterstützt werden und zum Lernen anregen.



GTA Schwerpunktsetzung

III. GTA-Profil/Schwerpunktsetzungen

a. Sicherstellung der organisatorischen Rahmenbedingungen gemäß SächsGTAVO §2

Wir gewährleisten für Schüler der Klasse 1 bis H10 einen Aufenthalt verbunden mit einem Bildungs- und Betreuungsangebot in der Schule jeweils von Montag bis Freitag. Die Ganztagsangebote beginnen 7:00 Uhr.
In Auerbach werden Ganztagsangebote in Kooperation mit der Ganztagsbetreuung im Nachmittagsbereich, das täglich 7 Zeitstunden umfasst, angeboten. Das Mittagessen wird von „Elli Spirelli“ bereitgestellt. Zusätzlich können Milchgetränke sowie eine Mahlzeit für den Nachmittag erworben werden.

Die Durchführung und Organisation aller Angebote stehen unter der Aufsicht und Verantwortung der Schulleitung. Die Schulleitung unserer Schule ist deshalb in der Steuergruppe vertreten und arbeitet eng mit allen Kooperationspartnern zusammen.
Schulleitung und Hortleitung arbeiten eigenständig und stimmen sich ab. Festlegungen werden in der Kooperationsvereinbarung niedergeschrieben.

Konzeptioneller Zusammenhang mit dem vormittäglichen Unterricht:
Über den Unterricht hinaus streben wir ein umfassendes Betreuungs-, Förder- und Freizeitangebot an, das mit den Interessen und Bedürfnissen unserer Schüler und deren Eltern nach erweiterten Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten übereinstimmt, dabei wollen wir eng mit außerunterrichtlichen Partnern zusammenarbeiten. Die Angebote sollen Schülern mit Defiziten in den verschiedenen Förderbereichen (Motorik, Wahrnehmung, Denken, Sprache, Lern- Leistungsvoraussetzungen sowie im sozial – emotionalen Bereich) helfen, diese auszugleichen. Die Angebote leisten einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Trias von Wissenserwerb, Kompetenzentwicklung und Werteorientierung.

b. Organisationsform und Teilnahmemodalitäten

Wir wählen die Organisationsform „Schule mit ganztägigem Angebot in offener Form“.
Für Schüler der Klassen 1 bis 4 (in Ausnahmenfällen bis Klasse 6) führen wir das Ganztagsschulangebot mit dem Hort durch. Die Eltern schließen mit dem Betreuungsangebot der Parkschule einen Betreuungsvertrag ab.
Die Angebote umfassen einschließlich Unterricht mindestens 7 Zeitstunden. Wir beginnen den Tag mit einem offenen Unterrichtsbeginn mit verschiedenen Angeboten. Weiterhin sind im Rahmen der Rhythmisierung Ganztagsangebote in der 5. Unterrichtsstunde jeweils an einem Tag für die Klassen 1 und 2 und an einem anderen Tag für die 5. und 6. Klasse geplant. Die Schüler verpflichten sich zur Teilnahme an den Angeboten für ein Schulhalbjahr. 
Die Wahl dieser Organisationsform ist das Ergebnis von Diskussionen und Erfahrungsaustauschen mit Lehrern, Eltern und Schülern sowie der Evaluation. Über die Hälfte aller Eltern schätzt die Dauer von 7:00 bis 15:00 Uhr als ausreichend ein und verweist auf die meist längeren Fahrwege der Schüler.

c. Tagesstruktur/Rhythmisierung und GTA

Durch eine Neuorientierung in der Binnenrhythmisierung möchten wir eine schülergerechte Rhythmisierung erreichen, um den individuellen Lernrhythmus der Lernenden, ihre Lernvoraussetzungen und Lernzugänge in den Mittelpunkt zu stellen.
• Bewegungsangebote in den Pausen (Neugestaltung der Pausenordnung, um die Spielgeräte zu nutzen, Teilnahme am Projekt „fit-4-future“),
• Wechsel von Anforderung und Entspannung unter besonderer Berücksichtigung des Alters und des biologischen Rhythmus im Unterricht
• gemeinsame Mahlzeiten (Sozial- und Esskultur), z. B. Frühstück in der Klasse (Primarstufe), Projekt zum Thema „Gesundes Frühstück“ im Rahmen des Sachkundeunterrichts
• Rituale festlegen (Morgenkreis, Klassenleiterstunden)
• Wechsel der Lehr- und Lernformen durch vielfältige Nutzung offener Unterrichtsformen und Freiarbeit zur Förderung des selbstständigen und zunehmend selbstorganisierten Lernens
• Jungen erhalten Gelegenheit, sich in ihrer Geschlechterrolle zurecht zu finden
• Fortführung der Streitschlichtergruppe, die Schülerinnen und Schüler sollen lernen, Konflikte an der Schule gemeinsam mit Erwachsenen konstruktiv zu bewältigen, erste Konflikte wurden von den Schülern schon selbstständig bearbeitet
• Gestaltung des fächerverbindenden Unterrichts zweimal eine Woche im Schuljahr
• Anbahnung von Patenschaften zwischen verschiedenen Klassen
• Fortführung der Schüleraufsichten in den großen Pausen und der Aufsicht im Schülercafe
• schulübergreifende Projekte – Teilnahme an verschiedenen sportlichen Veranstaltungen im Regionalschulbereich und die Organisation des Fußballturniers im Frühjahr
• Planung schulbezogener Projekte (Schulfest, Faschingsfeier der Klassen 1 bis 4)
• Intensivierung von „Lernen lernen“
• Erstellung von individuellen Förderplänen, die gemeinsam mit den Schülern, den Eltern und Lehrern besprochen werden, dort fließen auch Förderziele mit ein, die über GTA realisiert werden

d. GTA-Schwerpunkte

Informatische Bildung und Medienbildung werden durch den Lehrplan der Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen als überfachliche Ziele festgeschrieben, die unterrichtsimmanent in der Schule gefördert werden sollen. Für viele Schüler ist der Umgang mit Computern, Tablets und Co. nicht selbstverständlich. Sie benötigen über den Unterricht hinaus, die Möglichkeit der Nutzung von mobilen Endgeräten, um ihre Fähigkeiten im Umgang mit diesen zu verbessern. Die Schüler können damit beispielweise recherchieren, schreiben, lesen, hören, zeichnen, berechnen, darstellen, fotografieren und filmen. Auch kann sich der Lernende Lernvideos anschauen, vom Lehrer bereitgestellte Arbeitsblätter herunterladen und bearbeiten, Hefter digital und papierlos führen sowie Bücher und Arbeitshefter im Digitalformat anzeigen lassen. Um das zu ermöglichen, bieten wir die Nutzung von Tablets in den Ganztagsangeboten vor und nach dem Unterricht sowie in verschiedenen GTA an.
Das Bewusstsein für die gesunde Ernährung wird bei den jüngeren Kindern verstetigt. Dazu wird im 2. Halbjahr einmal wöchentlich eine Frischetheke für die Schüler der Klassen 1 bis 5 organisiert.


e. Regelungen zur Zusammenarbeit mit dem Hort/Ganztagesbetreuung
    siehe Kooperationsvereinbarung

Zeitplan 

Zeitplan